BNB Chains Jenner-Upgrade: Platz für Zahlungen und neue Regeln für Vermögenswerte

BNB Chain hat BSC v1.8.1 veröffentlicht und darin die Aktivierung des Jenner-Hardforks im Chapel-Testnetz für den 29. Oktober 2026 um 02:30 UTC angesetzt. Laut BNB-Chain-Blog läuft Jenner im Testnetz; Daten öffentlicher Chapel-Knoten zeigen ebenfalls, dass die Aktivierung planmäßig erfolgte.

Illustration mit den Schriftzügen Jenner und BNB Chain neben einem Raster aus 20 Feldern; ein Feld ist gelb hervorgehoben, mit 5 % beschriftet und mit einem Wallet-Symbol verbunden
Illustration: Die Zahlungsspur reserviert standardmäßig 5 % des Block-Gaslimits für zulässige Zahlungen.

Eine Zahlungsspur für zulässige Transfers

Die Zahlungsspur reserviert standardmäßig 5 % des Block-Gaslimits für zulässige Zahlungen. Dazu zählen BNB-Transfers mit einem Betrag über null an Konten ohne Code und Transaktionen an durch die Governance zugelassene Zahlungsverträge. Sie garantiert keine Aufnahme in einen bestimmten Block und schafft Gebühren nicht ab.

CAS20 und Kontrolle über Vermögenswerte

CAS20 führt einen nativen Standard für Vermögenswerte mit Transferregeln, Erlaubnis- und Sperrlisten sowie Pausenfunktionen ein. Ein von der Governance ernannter Administrator muss die Erstellung von Token separat aktivieren; die Funktionen allein belegen keine rechtliche Konformität.

Zeitstempel in Millisekunden

Eine neue Schnittstelle lässt Smart Contracts Blockzeitstempel in Millisekunden lesen. Das bisherige block.timestamp bleibt in Sekunden; die Blockerzeugung wird dadurch nicht schneller.

Wie die reservierte Zahlungskapazität funktioniert

Die Governance kann den Standardanteil von 5 % bis zur Protokollgrenze von 10 % ändern. Die Liste der Zahlungsverträge ist zunächst leer; ein Stablecoin qualifiziert sich nicht allein durch seine Nutzung für Zahlungen. Ungenutztes reserviertes Gas geht nicht an allgemeine Transaktionen, während zulässige Zahlungen auch um den übrigen Block konkurrieren können. Das hält bei Überlastung Kapazität frei, kann bei geringer Nachfrage aber Platz ungenutzt lassen.

Was Entwickler prüfen sollten

Die Version aktualisiert auch Block-Builder-Werkzeuge, darunter die binäre Übermittlung von BidBlock über gRPC; diese Client-Verbesserungen benötigen keinen Hard Fork. Nach dem Client-Update muss bei mehreren RPC-Aufrufen ein angegebenes blockOverrides.prevRandao den Millisekundenrest als 32-Byte-Wert kodieren, selbst vor der Jenner-Aktivierung. Testnetzbetreiber und Integratoren sollten die Versionshinweise ihres Clients und ihre Konfiguration prüfen.

Eine Wallet-Frage auf GitHub

Am 5. Oktober schlug die Person hinter dem GitHub-Konto cranycrane im Trezor-Repository Blockbook vor, den Multiplikator der CAS20-Asset-Variante zu verfolgen. Ohne Berücksichtigung des Multiplikators könnten Wallets laut dem Beitrag falsche Bestände oder Verlaufswerte anzeigen. Vorgeschlagen wird, die Änderungen des Multiplikators zu indexieren. Der Beitrag verweist auf die gesonderte Aktivierung der Token-Erstellung und bezeichnet die Arbeit als nicht dringend. Es ist ein Integrationsvorschlag, kein bestätigter Vorfall und kein abgeschlossener Fix.

Testnetz und Hauptnetz

v1.8.1 richtet sich an das Chapel-Testnetz und legt keinen Termin für die Aktivierung im Hauptnetz fest. BNB Chain ist ein eigenes Ökosystem und nicht die Börse Binance.

Quellen

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